Amakuni – Schmied des ältesten Katana

Japanische Schwertschmiede wie Amakuni und sein Sohn

Inhaltsverzeichnis

Amakuni Yasutsuna (天国) war ein japanischer Schwertschmied, der im 8. Jahrhundert in Uta in der Provinz Yamato lebte. Der Legende nach ist er der Erfinder der japanischen Schwertschmiedekunst von einschneidigen, gekrümmten Langschwertern. Er und sein Sohn Amakura waren Kopf der kaiserlichen Schwertschmiede und dafür zuständig, die kaiserlichen Truppen mit Waffen zu versorgen. Manche behaupten, dass Amakuni der Schmied des berühmten Kogarasu Maru (小烏丸) Schwertes war, welches heute Bestandteil des japanischen Staatsschatzes ist. Jedoch ist die Existenz von Amakuni selbst strittig und nicht eindeutig belegbar. 

Die Legende vom ersten Katana der Welt

Die Vorgeschichte

Normalerweise begrüßten die von der Schlacht heimgekehrten Krieger den kaiserlichen Schmied Amakuni freundlich, wenn sie an seiner Schmiede vorbeikamen. Eines Tages jedoch, kehrten der Kaiser und seine Truppen von einer Schlacht zurück und würdigten ihn nicht eines Blickes. Amakuni fühlte sich deshalb schlecht und war beschämt. Sein Herz sank ihm in die Hose, als er die schwer beschädigten und kaputten Schwerter der Krieger sah.

Zusammen mit seinem Sohn sammelte er die beschädigten Schwerter ein und inspizierte sie ausführlich. Dabei fiel ihnen auf, dass die Schwerter auf Grund mangelnder Schmiedekunst nicht gegen harte Gegenstände wie die Rüstung von Gegnern oder deren Waffen ankamen. Die Demütigung der kaiserlichen Truppen im Hinterkopf schwor sich Amakuni daraufhin: „Ich werde ein Schwert schmieden, das unzerstörbar ist!“.

Amakuni schließt sich und seinen Sohn ein

Fest entschlossen schloss Amakuni sich und seinen Sohn für ganze 7 Tage und 7 Nächte in seiner Schmiede ein. Dort beteten sie zu den Shinto Göttern. In der 7. und letzten Nacht hatten die beiden schließlich einen gemeinsamen Traum. Darin enthüllten die Götter den beiden das einschneidige, gekrümmte Schwert. Als die beiden am nächsten Morgen aufwachten wussten sie sofort was zu tun war.

Amakuni suchte darauf hin den besten erhältlichen Eisenerzsand der Gegend und verarbeitete ihn zu Stahl. Anschließend arbeiteten er und sein Sohn ohne Pause und ohne zu Sprechen für ganze 31 Tage durch. Dann ähnelte das von ihnen geschmiedete Schwert endlich dem aus ihrem Traum.

Das erste Katana der Welt

Müde und erschöpft verließen die beiden daraufhin ihre Schmiede. Doch in ihren Händen hielten sie das erste Katana der Welt.

Die anderen Schwertschmiede der Gegend schauten sich das von ihnen geschaffene Schwert genau an und befanden sie für verrückt. Sie sagten, das Schwert würde keinen einzigen Angriff überstehen.

Amakuni und sein Sohn ließen sich aber nicht beirren, polierten ihr Schwert und perfektionierten ihre neue Schmiedekunst während der nächsten Monate. Dabei präsentierten sie immer wieder die besten Schwerter dem Kaiser und seinen Truppen.

Die Bewährungsprobe

Den folgenden Frühling brach ein neuer Krieg aus und die kaiserlichen Truppen wurden mit Amakunis Katana ausgerüstet. Als die Truppen zurückkehrten, war nicht ein einziges Schwert kaputt. Wie gewohnt passierten der Kaiser und seine Truppen Amakunis Schmiede. Doch diesmal lächelte der Kaiser ihn an und sagte zu ihm: „Sie sind wahrlich ein meisterlicher Schwertschmied.“.

Amakunis Schicksal

Auf Grund der großen Menge an Blut, die seine Schwerter vergossen, erreichte Amakuni der Legende nach in den folgenden Jahren Unsterblichkeit.

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