Honjo Masamune – Das legendäre Schwert

Honjo Masamune Schatz

Inhaltsverzeichnis

Katana sind eng mit den japanischen Samurai verknüpft, die ihr Katana neben der Funktion als Waffe auch als Symbol ihrer Klasse trugen. Während der Meiji-Restauration Ende des 19. Jahrhunderts (der Geburts des modernen Japans) rebellierten viele Samurai, als die Regierung ihnen das Recht verweigerte, ihre Schwerter in der Öffentlichkeit zu tragen, was die Entscheidung jedoch nicht kippen konnte. Daraufhin verwahrten die Samurai-Familien die Schwerter in ihren Häusern und hielten sie über die Jahre in Ehren.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges setzten die amerikanischen Besatzer durch, dass alle japanischen Haushalte jegliche Formen von Waffen, darunter auch die Schwerter, abzugeben haben. Ziel war eine Entwaffnung des gesamten Japans. Mehr Infos über die geschichtliche Entwicklung des Samuraischwertes finden Sie in unserem Beitrag Japanische Schwerter Arten und ihre geschichtliche Entwicklung.

Obwohl dieser Beschluss später wieder rückgängig gemacht wurde, waren in der Zwischenzeit viele Katana entweder eingeschmolzen oder als Trophäen an amerikanische Militärs verschenkt worden.

Unter diesen Schwerten befand sich auch das Honjo Masamune, das wohl beste Katana der Welt.

 

Die Entstehung des Namens Honjo Masamune

Der Name des Honjo Masamune Schwertes leitet sich zum einen Teil von dem Mann ab, der es erschaffen hat: Gorō Masamune (1264-1343 n. Chr.). Er gilt gemeinhin als der größte Schwertschmied der japanischen Geschichte. Seine Schwerter sind berühmt für ihre unvergleichliche Schönheit und ihre Qualität. Seine Handwerkskunst ist so berühmt, dass alle Schwerter, die er fertigte, seinen Namen tragen.

Der zweite Namensteil des Honjo Masamune stammt von einem der Männer, die es einst besaßen: Honjo Shigenaga (1540-1614 n. Chr.) Er war ein General für den Uesugi-Clan im Norden Japans. Während der 4. Schlacht von Kawanakajima (1561), einer der größten Schlachten Japans, wurde Honjo von einem feindlichen Offizier angegriffen, der im Besitz des Honjo Masamune war. Während des Duells wurde Honjos Helm in der Mitte gespalten, doch er überlebte und gewann schließlich das Duell. Anschließend nahm er das Schwert an sich. Seitdem trägt es auch seinen Namen.

Honjo mangelte es allerdings an der Fähigkeit mit Geld zu haushalten, weshalb er das Schwert 1595 notgedrungen an die Toyotomi-Familie, die damals Japan beherrschte, verkaufte. Die Familie wurde 5 Jahre später von dem neuen Shogun Tokugawa Ieyasu gestürzt und das Schwert ging in seinen Besitz über.

Die Legende um Masamune und Muramasa

Die Legende über Masamune handelt von einer Auseinandersetzung, die Gorō Masamune mit einem anderen Schwertschmied und Konkurrenten Sengo Muramasa hatte. Beide hatten Schwerter gefertigt und waren dabei deren Qualität zu testen, indem sie die Schwerter in einen Bach hielten. Muramasas Klinge schnitt alles, das sie berührte, vor allem Fische und Blätter. Masamunes Schwert hingegen schnitt nur die Blätter und nicht die Fische.

Muramasa nahm dies als Zeichen, dass sein Schwert besser war und fing an hämisch zu lachen. Allerdings hatte ein wandernder Mönch die beiden beobachtet. Er kam daraufhin zu ihnen und erklärte, dass Masamunes Schwert dem von Muramasa eindeutig überlegen sei, weil es nichts Unnötiges schneiden würde, da es Lebewesen verschonte. Dadurch, dass Maramusas Schwert alles schnitt, zeige es sein bösartiges, blutrünstiges Wesen.

Was aus dem Honjo Masamune Schwert wurde…

Tokugawa Ieyasu Statue
Eine Statue von Tokugawa Ieyasu

Machtsymbol der Herrscher

Im Besitz des Shoguns Tokugawa Ieyasu, wurde das Honjo Masamune zu einem Symbol seiner Dynastie und wurde für die nächsten zweieinhalb Jahrhunderte von Shogun zu Shogun weitergegeben. Ieyasu war eine der herausragendsten Persönlichkeiten unter den berühmtesten Samurai und Anführern Japans aller Zeiten. Auch nach dem Fall des Shogunates im Jahre 1868, blieb das Schwert in der Privatsammlung der Tokugawa-Familie. Zum Ende des 2. Weltkriegs war das Schwert im Besitz von Tokugawa Iemasa, der damals Präsident des Kizokuin (das Oberhaus des japanischen Reichstags) war.

Das Verschwinden nach dem zweiten Weltkrieg

Als die Alliierten forderten, dass alle Familienschwerter an sie übergeben werden sollten, reagierten viele Familien mit großer Wut auf diese Forderung. Iemasa beschloss der Forderung Folge zu leisten und übergab die gesamte Schwertkollektion der Tokugawa-Familie, darunter auch das Honjo Masamune, den Alliierten. Er lieferte die Schwerter im Dezember 1945 an die Polizeistation von Mejiro. Sie wurden von einem Sergeant der US-amerikanischen Kavallerie abgeholt, der als „Coldy Bimore“ bezeichnet wird. Aufzeichnungen der US Kavallerie zeigen, dass kein Soldat mit diesem Namen gedient hat. Es wird vermutet, dass es sich bei „Coldy Bimore“ um eine dem richtigen Namen phonetisch ähnlich klingende Variation handelt. Jedenfalls handelt es sich hierbei um die letzte Aufzeichnung des Honjo Masamune.

Aus diesem Grund vermuten viele, dass sich das Schwert in den USA befindet. Möglicherweise wurde es aber auch eingeschmolzen. Was wirklich mit dem Honjo Masamune geschehen ist, bleibt bis heute ein Mysterium.

Wird es jemals wieder auftauchen?

Das Schwert wurde zum einem der Nationalschätze Japans erklärt. Sobald das Schwert auf dem Markt auftauchen würde, würde die japanische Regierung es für das Land reklamieren.
Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass der aktuelle Eigentümer des Schwertes sich niemals zu erkennen gibt. Mit hoher Wahrscheinlich bleibt das Honjo Masamune also für immer verschollen.

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Sie wollen mehr zum Mythos des Honjo Masamune erfahren? Dann empfehlen wir Ihnen dieses Video des ORF:

 

 

Textquelle: www.thedailybeagle.net/2014/03/23/the-honjo-masamune-a-lost-japanese-treasure/

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