Tamahagane Stahl für Samuraischwerter

Tamahagane Stahl

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Tamahagane wird seit hunderten Jahren in Japan auf die gleiche Weise produziert. Es wird aus Eisensand in einem japanischen Rennofen (Tatara) gewonnen.

Die ersten 10 Minuten dieses YouTube Videos zeigen die Gewinnung des wertvollen Metalls:

Eigenschaften

Der Stahl besitzt einen hohen Kohlenstoffgehalt und wenig ungewollte Bestandteile. Er ist sehr gut für die Herstellung von Schwertern geeignet.

Verarbeitung zu einem Samuraischwert

Der Grundstoff wird vom Schwertschmied nach Kohlenstoffgehalt zur Weiterverarbeitung ausgewählt, gefaltet, um die Eigenschaften zu verbessern, wie hier beschrieben wird. Aus den ursprünglichen Stahlstücken wird nach und nach eine Klinge geschmiedet.

Wert

Die Herstellung von Tamahagane ist zeitaufwändig und erfordert viel Grundmaterial. Es ist deshalb relativ wertvoll und teuer.

Vergleich zu modernem Industriestahl

Es gibt nicht mehr viele Anwendungsmöglichkeiten für diesen Stahl, da es einfachere Produktionsmethoden für modernen Stahl gibt. In der Klingenherstellung wird er in Japan allerdings noch aus Traditionsbewusstsein benutzt.
Wenn man die reinen Stahl-Eigenschaften vergleicht, gibt es modernen Stahl mit ähnlichen Eigenschaften, der günstiger ist. Für reine „Performance“ gibt es also Schwerter aus günstigeren Materialien.
Die traditionelle Herstellung eines Samuraischwertes beruht  aber auf der Verwendung von echtem Tamahagane in Kombination mit den traditionellen Schmiedetechniken.

Tamahagane ist kein Damaszener Stahl

Häufig hört man, dass beide Stahlsorten das gleiche wären. Es gibt zwar Ähnlichkeiten, aber Damaszener Stahl ist ein komplett anderes Material.

„Tamahagane“ Schwerter aus Massenproduktionen

Seit einigen Jahren tauchen verstärkt Schwerter aus Tamahagane auf, die nicht aus Japan stammen. Das Grundmaterial dafür kommt nicht aus Japan und die Schwerter stammen aus Serien-Produktionen. Wir raten ausdrücklich vor dem Kauf solcher Schwerter ab!
Die hohe Qualität eines echten Schwertes aus Tamahagane beruht auf den hohen Fähigkeiten des jeweiligen Schmiedes. Um aus dem Grundmaterial ein brauchbares Schwert zu fertigen, sind gewisse handwerkliche Fähigkeiten nötig. Natürlich gibt es auch Schwertschmiede außerhalb Japans, die dazu in der Lage sind. Die Arbeiten dieser spezialisierten Schmiede haben dann aber fast den gleichen Preis, wie Schwerter aus Japan.
Wenn Tamahagane jedoch in einer Manufaktur für Massenverarbeitung hergestellt wird, kann man das daraus resultierende Schwert wahrscheinlich schon für einen Preis um 1000 Euro kaufen. Es ist schwer das an konkreten Zahlen fest zu machen, natürlich können minderwertige Schwerter auch zu teureren Preisen angeboten werden.
Der verarbeitende Schmied hat dort in der Regel aber weder die nötigen Fähigkeiten noch die Zeit, um ein gutes Schwert aus Tamahagane zu produzieren. Das ist der große Unterschied zu modernem Industriestahl, denn dieser ist in der Verarbeitung relativ unkompliziert und deshalb können aus ihm funktionelle Schwerter auf Masse produziert werden. Tamahagane hingegen ist eher nicht für eine standardisierte Massenproduktion geeignet.
Tamahagane Schwerter aus Massenproduktion haben deshalb in der Regel keine gute Qualität und sind daran gemessen völlig überteuert.

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