Samurai Kodex: Bushido & Hagakure

Der Samurai Kodex Bushido

Inhaltsverzeichnis

Was ist der Bushido?

Bushido, der Samurai Kodex, ist ein Verhaltenskodex und eine Lebensphilosophie nach der die japanischen Samurai Krieger handelten. Der Begriff Bushido setzt sich aus den beiden japanischen Wörtern „bushi“, (deutsch: „Krieger“) und „dō“ (deutsch „Weg“) zusammen. Er bedeutet damit übersetzt „Weg des Kriegers“.

Den Kern des Bushido Kodex bildet die absolute Loyalität des Kriegers gegenüber seinem Daimyō (Fürst) und die Bereitschaft das eigene Leben dem Herren zu opfern. Seine Grundzüge stammen aus den Lehren des Buddhismus, dem Shintō- und dem Konfuzianismus.

Erstmals in englischer Sprache schriftlich festgehalten wurde Bushido in dem Buch „Bushido – the Soul of Japan“ von Inazo Nitobe im Jahr 1899. Durch dieses Buch erlangte Bushido auch außerhalb der Grenzen Japans Bekanntheit und Popularität.

Für jeden Samurai Krieger war es selbstverständlich, sich nicht nur im Kriegshandwerk, sondern auch in den geisteswissenschaftlichen Bereichen wie Philosophie und Religion oder der Kunst weiterzubilden. Neben seinem Leben als Krieger, musste jeder Samurai den Verhaltenskodex auch im „privaten Leben“ beachten. Jegliche Verstöße gegen den Samurai Kodex galten als unehrenhaft und waren damit tunlichst zu vermeiden.

Bushido – Die 7 Tugenden eines Kriegers

Nach Inazo Nitobe spielen unter den Tugenden, die ein Samurai stets befolgen sollte, die folgenden 7 eine besonders wichtige Rolle:

  • 1. Gi: Richtige und ehrenvolle Entscheidungen treffen, Aufrichtigkeit & Gerechtigkeit
  • 2. Yu: Mut
  • 3. Jin: Güte & Wohlwollen gegenüber allen Menschen
  • 4. Rei: Höflichkeit
  • 5. Makoto: Wahrheit und Wahrhaftigkeit
  • 6. Meiyo: Ehrbewusstsein
  • 7. Chugi: Treue, Pflicht & Loyalität

Was ist Hagakure?

Hagakure (deutsch: „Hinter den Blättern“) ist eine Sammlung von Schriftstücken des früheren Samurai und späteren Zen-Mönchs Tsunetomo Yamamoto, die zwischen den Jahren 1710 und 1716 entstand. Bis heute wurde die Originalfassung nicht gefunden. Es existieren lediglich rund 30 handschriftlich gefertigte Kopien mit jeweils kleinen Unterschieden.

Inhaltlich behandeln die Schriften das Leben der Samurai sowie ihre Loyalität gegenüber ihren Herren. Niedergeschrieben wurden einige philosophische Weisheiten, moralische Richtlinien und Verhaltensmaßregeln.

Bekanntheit erlangte Harakure inbsbesondere durch den 1999 gedrehten Film „Ghost Dog: The Way of the Samurai“ des Regisseurs Jim Jarmusch. Auch inspirierte es einige Werke des japanischen Autors Yuki Mishima.

 

Textquelle: www.oldsite.kiaicham.ch/Club/Lexikon_kiaicham/PDF/Bushido.pdf

Teile diesen Beitrag:

DIE BELIEBTESTEN PRODUKTE UNSERER KUNDEN