Practical Katana – Für den praktischen Einsatz

Practical Katana im Einsatz

Inhaltsverzeichnis

Viele Samuraischwert-Fans möchten sich von der extremen Schärfe ihres Katana überzeugen und führen deshalb Tameshigiri bzw. Schnitttests mit ihrem Schwert durch. Doch nicht alle Samuraischwerter sind für den praktischen Einsatz geeignet. Als Name für Schwerter für den praktischen Einsatz hört man häufig den Begriff „Practical Katana“. Doch was genau zeichnet diese Schwerter aus und was ist der Unterschied zu anderen Modellen.

 

1) Der richtige Klingenstahl mit der richtigen Wärmebehandlung

Die Basis bildet der richtige Klingenstahl. Davon gibt es viele, einige davon beschreiben wir in unserem Artikel über Industriestahl für Schwerter.
Sehr gut geeignet für den praktischen Einsatz sind z.B. scharfe Schwerter aus 1060 und 1095 Kohlenstoffstahl, sowie Schwerter aus L6-, Feder und T10-Stahl und natürlich Schwerter aus Tamahagane.
Entscheidend ist am Ende aber die korrekte Wärmebehandlung. Die Schwerter am Markt aus den zuvor genannten Stahlsorten verfügen in der Regel über die richtige Wärmebehandlung, um als Practical Katana benutzt zu werden.

2) Die passende Qualität

Damit ein Schwert als Practical Katana eingesetzt werden kann, muss es unbedingt eine richtige Schwertangel (Nakago) aufweisen. Diese ist für die gesamte Stabilität des Katana entscheidend und sorgt dafür, dass das Schwert bei der Durchführung von Schnittübungen nicht auseinander fällt und den Trainierenden verletzt. Die Angel wird dabei traditionsgemäß von den Mekugi-Stiften fixiert, die für einen festen Halt der Klinge im Schwertgriff (Tsuka) sorgen.
Schwerter mit einem rat tail (eine dünne Klingenangel wird über einen Schweißpunkt mit dem Rest der Klinge verbunden) zählen zur Kategorie der Dekoschwerter und dürfen nicht für praktische Übungen verwendet werden! Wie genau diese Schwerter zu identifizieren sind, wird in diesem Beitrag genauer erklärt.

3) Die Schärfe

Natürlich sollte ein Schwert, das als Practical Katana eingesetzt wird, über eine ausreichende Schärfe verfügen.
Die Schärfe alleine gleicht aber keine Mängel bei den beiden vorherigen Punkten aus. Gerade mit einem scharfen Schwert aus minderwertigem Stahl oder mit schlechter Verarbeitung wird es erst richtig gefährlich.

Bei Schwertern, die für Schnitttests verwendet werden, sollte vor der ersten Benutzung aber auch danach regelmäßig geprüft werden, ob die nötige Schärfe noch gegeben ist.

Fazit

Wer ein Practical Katana sucht, der sollte darauf achten, dass das Schwert der Wahl die 3 oben genannten Anforderungen erfüllt. Nur so kann eine erfolgreiche und vor allem sichere Handhabe beim praktischen Einsatz möglich gemacht werden.
Eine bestimmte Anzahl von Lagen im Stahl (wird hier erklärt) oder ein bestimmter Klingenaufbau (z.B. Kobuse) sind keine Grundvoraussetzungen für den praktischen Einsatz eines Schwertes. Bei schlampiger Verarbeitung erhöhen diese eher das Risiko, dass das Schwert bei Schnittübungen kaputt geht. Eine Übersicht unserer Practical Katana liefert die Kategorie Scharfe Sport-Schwerter.

 

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